WEBINAR: Future of Work Experten Talk: Moments that matter – Was für Ihre Mitarbeiter*Innen wirklich zählt

Future of Work Experten Talk: Moments that matter –  Was für Ihre Mitarbeiter*Innen wirklich zählt

Im gesamten Employee Life-Cycle erleben Mitarbeitende Momente, die sie prägen und sich in Erinnerung behalten werden. Um diese Momente nachhaltig positiv und mit Bedeutsamkeit zu untermalen, müssen Unternehmen erkennen, welche davon speziell für ihre Belegschaft von Bedeutung sind. Hier spielen Emotionen und Bedürfnisse eine große Rolle.

In einem spannenden Future of Work Experten Talk in Kooperation mit unserem Partner SAP SuccessFactors diskutierten Franz Kühmayer - Zukunftsforscher, Iris Brachmayer - VP HR GG Group, Jakob Kiblböck - Head of SuccesFactors CEE SAP und Svenja Stauber - Global HR Projects SAP moderiert von Dejan Jovicevic - CEO, Founder der brutkasten

 

 

Um was geht es bei Moments that matter? 

Jakob Kiblböck erklärte als Einstieg kurz, den Kontext von Moments that matter. Es sind in einem Berufsleben von Arbeitenden genau jene Momente, die den Unterschied machen. Kritische Momente bei Mitarbeitenden sowie im Lebenszyklus. Auf den Unternehmenskontext umgelegt, sind es wirklich genau jene Momente, die kritisch sind, die passieren und welche die MitarbeiterInnen ganz aktiv mitgestalten. Darüber wurde im Laufe des Webinars diskutiert und zwar aus den verschiedensten Blickwinkeln. Es wurde diesbezüglich bei SAP ein eigenes Programm zum Thema Moments that matter gemacht. 
 

„(Moments that matter) … das waren so Schlüsselmomente in meiner Laufbahn oder auch wirklich nur im Alltag, im Berufskontext, die wirklich einen Unterschied gemacht haben und eben dazu geführt haben, dass mein Engagement, mein Einsatz und meine Bereitschaft, mich auch wirklich voll einzusetzen, so in Richtung Best Work zu geben, entweder angefacht oder angestachelt worden sind.“ 

Jakob Kiblböck, Head of SuccesFactors CEE SAP

                                                                               
Wenn man diese Moments that matter aber nicht hinbekommt, dann hat der Mitarbeitende im Unternehmen nach der Auffassung des Experten das Problem, dass sie massiv demotivieren und im schlimmsten Fall natürlich auch zum Turnover und dazu führen können, dass man sagt, hey ich such mal was Neues. 

Auf die Umsetzung bezogen, so der Moderator, kann man auch in gewisser Weise methodisch an die Sache herangehen. Absolut, so der Fachmann, da gibt es jetzt viel, was man ganz bewusst definieren kann. Im Moment wird in diesem Kontext auch sehr stark von Employee Experience gesprochen. Also wie erlebt man es selbst als mitarbeitende Person in einem Betrieb. Hierbei wäre es wichtig, ein Umdenken hinzubekommen, also einen Wechsel von Human Capital Management hin zu Human Experience Management einzuleiten. 

Die MitarbeiterInnen dürfen nicht länger als Kapital oder als Ressource gesehen werden, die flexibel ihre Arbeit einbringen sollen, sondern ganz im Gegenteil. Es gilt in einem Unternehmen wie SAP auch zu schauen, dass jede mitarbeitende Person ihr Bestes geben kann und maximal zum Unternehmensziel mit ihren eigenen Fähigkeiten beitragen kann. 

Freude und Spaß an der Arbeit haben 

Gemäß der Vizepräsidentin Iris Brachmayer prägen diese Moments that Matter das Gefühl, das Erleben der Mitarbeitenden gegenüber dem Arbeitgeber. Auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht bzw. im Sinne der Produktivität ist es wichtig, die MitarbeiterInnen zu halten und ihnen ein Erlebnis zu geben, mit dem sie sich identifizieren können, das speziell ist und spezifisch ist für die GG-Group.
 

„Und, dass am Ende des Tages Freude, Spaß an der Arbeit bringt und über dieses Erleben, dass mein Beitrag im Unternehmen wirklich einen Impact hat. Das wirkt sich natürlich auch betriebswirtschaftlich aus, auf unsere Zahlen, auf unser Ergebnis, auf unsere Produktivität.“

Iris Brachmayer, Vizepräsident HR GG-Group
 

Das Modell der Zukunft? 

Franz Kühmayer sprach über das Wachstum, die Strategie und die Neugestaltung der Unternehmenskultur. Der Moderator stellte die Frage in den Raum, ob denn dieser auf die mitarbeitenden Personen zentrierte Zugang der Zusammenarbeit zwischen Organisation und MitarbeiterInnen das Modell der Zukunft sein wird. Ist das nicht eigentlich etwas, das die neuen jungen Arbeitskräfte von heute nicht schon von vorneherein verlangen?
 

„Meine Aufgabe als Unternehmen, als Führungskraft kann es nicht sein, diesen Menschen minutiös und auf Millimeterpapier alles vorzuschreiben, wie sie ihr Leben zu organisieren haben. Die haben schon eine freiwillige Entscheidung getroffen. Das heißt, es geht darum, „Moments that Matter“ – Arbeitsumgebungen zu schaffen und eine Arbeitskultur zu schaffen, dass die sich bestmöglich entfalten können und dann auch aus dem Weg zu gehen … sie machen zu lassen. Das braucht Vertrauen, eine Kultur.“ 

Franz Kühmayer, Zukunftsforscher
 

Wie wurde bei SAP „Moments that Matter“ definiert? 

Man muss sich bewusst sein, so Svenja Stauber, dass diese Momente von unten kommen, 
also von den Mitarbeitenden. Das ist also nichts, was HR (Human Resources) definiert. Bis dato galt vielerorts, HR weiß, was die MitarbeiterInnen brauchen und das wird umgesetzt. Nicht selten war mit diesem Denkansatz der Erfolg dann nicht da. Der Moderator fragte nach, wie das bei SAP intern umgesetzt wurde?
 

„Wir haben anhand von Mitarbeiterumfragen, die sowieso schon stattgefunden haben in der Vergangenheit, die Daten ausgewertet. Wir haben zusätzlich aber noch Einzelinterviews geführt, also wirklich individuelle Bedürfnisse und Erfahrungen erfragt.“ 

Svenja Stauber, Global HR-Projects SAP 
 

Vertrauen schaffen als Führungskraft 

Das Miteinanderagieren ist ausschlaggebend. Leaders are hosts. Eine Führungskraft ist vergleichbar mit einem Partyhost. Dieser lädt seine Gäste ein, zeigt ihnen die Bartheke, führt sie durchs Haus und gibt ganz einfach den Gastgeber. Sind Gläser abzuspülen, dann stellt sich dieser Host auch in die Küche und sorgt für saubere Gläser. Als Manager braucht es das Verständnis, sich anzupassen. Leader sollten für ihre Gruppen oder ihre Teams so viel Empathie aufbringen, um sich in andere Personen im Arbeitsleben hineinfühlen zu können. Genau das gestaltet die Emotionen und diese wichtigen Erlebnisse für die MitarbeiterInnen innerhalb eines Unternehmens. 

Datenbasis – Plattform und Transparenz 

Die Daten fortlaufend sammeln und qualitativ auswerten, das ist hier erforderlich. Eine Datenbasis gilt es zu schaffen. Die Datenanalyse dient als Werkzeug für die Mitarbeitenden und den Leader. Deshalb ist die Schaffung eines digitalen Fundaments die Grundlage für viele operative Prozesse in diesem Bereich. Die Digitalisierung in der HR ist ein Zukunftstrend und eine absolute Notwendigkeit, jedoch nicht als Selbstzweck zu verstehen. Vielmehr muss ein Beitrag geleistet werden, den sowohl die MitarbeiterInnen und als auch die Führungskräfte nachvollziehen können. 

Feedbacks sind für Führungskräfte und ihre Mannschaften hilfreich. Das gegenseitige voneinander Lernen wirkt sich auf die angepeilten Unternehmensziele in vielerlei Hinsicht positiv aus. Eine gewisse Transparenz von Daten muss somit da sein, um zu wissen, wo der Knackpunkt ist. Da sind wir wieder bei den Momenten, die wichtig sind. 

Fazit:

In puncto New Work geht es insbesondere darum, die MitarbeiterInnen im Unternehmen in den Fokus zu rücken. Um aber die Moments that matter eruieren zu können, ist es essenziell, die Stimmung der MitarbeiterInnen einzufangen. Dies ist beispielsweise durch Gespräche oder auch Umfragen erreichbar. Wie geht es den MitarbeiterInnen eigentlich? Was ist ihnen im Arbeitsalltag besonders wichtig? Was erwarten sie sich vom Arbeitgeber, von der Arbeitgeberin? Was wünschen sie sich in Bezug auf ihre KollegInnen und die Führungskräfte? Es geht darum, die Bedürfnisse und Wünsche der ArbeitnehmerInnen zu verstehen. Das Vertrauen spielt hierbei also eine immense Rolle.

Fotoquelle: Header Shutterstock | Jirsak

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