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Warum im Marketing alle digitale Barrierefreiheit auf dem Schirm haben sollten.

Accessiway

Eine Zielgruppe, die du nicht erreichst und warum das jetzt wichtiger ist, als je zuvor.


Im Marketing misst du alles.

Conversion-Rate. SEO-Ranking. Sichtbarkeit. Traffic. Customer Journey. Performance-Marketing-KPIs.

Du optimierst Landingpages, testest Headlines, verbesserst Meta-Descriptions, analysierst Absprungraten und feilst an deiner Conversion-Optimierung bis ins kleinste Detail.

Aber es gibt eine Zielgruppe, die in vielen digitalen Marketingstrategien noch immer systematisch übersehen wird:

Menschen mit Behinderungen.

Und das ist kein Nischenthema.

In Österreich leben rund 1,4 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Das sind etwa 18 % der Bevölkerung. In Europa sprechen wir von rund 101 Millionen Menschen. Weltweit betrifft es laut WHO sogar 16 % der Gesamtbevölkerung.

Das ist kein Randsegment. Das ist ein relevanter Marktanteil.

Wenn deine Website, dein Online-Shop, deine Kampagnen-Landingpage oder dein Newsletter nicht barrierefrei sind, verlierst du nicht nur Reichweite - du schließt aktiv Menschen aus.

Und Marketing sollte Türen öffnen, nicht schließen.

Digitale Barrierefreiheit ist mehr als ein Compliance-Thema


Digitale Barrierefreiheit bedeutet, dass Websites, Apps, E-Commerce-Plattformen und digitale Inhalte so gestaltet sind, dass sie für alle Menschen zugänglich und nutzbar sind, unabhängig von körperlichen, sensorischen oder kognitiven Einschränkungen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Screenreader-Kompatibilität
  • Tastaturbedienbarkeit
  • ausreichende Farbkontraste
  • verständliche Sprache
  • strukturierte Inhalte nach WCAG 2.1
  • barrierefreie PDFs

zugängliche Formulare und Checkout-Prozesse

Vielleicht denkst du bei „Behinderung“ zuerst an sichtbare Einschränkungen. Aber viele sind unsichtbar: Dyslexie, ADHS, Farbenblindheit, altersbedingte Sehschwäche, Hörbeeinträchtigungen oder temporäre Einschränkungen wie ein gebrochener Arm.

European Accessibility Act (EAA) & BaFG: Was du jetzt wissen musst


Neben dem ethischen Anspruch gibt es eine klare regulatorische Realität.

Der European Accessibility Act (EAA) -  EU-Richtlinie 2019/882 - wird ab dem 28. Juni 2025 verpflichtend in allen EU-Mitgliedsstaaten angewendet. In Österreich wurde er durch das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) umgesetzt.

Das bedeutet konkret:

Private Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen digital anbieten, insbesondere im Bereich E-Commerce, Banking, Telekommunikation und digitale Services, müssen definierte Barrierefreiheitsanforderungen erfüllen.

Der technische Referenzstandard ist:
WCAG 2.1 Level AA, wie in der europäischen Norm EN 301 549 festgelegt.

Für dich im Marketing heißt das:

  • Deine Website muss barrierefrei sein.
  • Deine Landingpages müssen barrierefrei sein.
  • Deine Online-Shops und Checkout-Prozesse müssen barrierefrei sein.
  • Deine PDFs, Whitepaper und Formulare müssen barrierefrei sein.
  • Deine Apps und digitalen Touchpoints müssen barrierefrei sein.

Barrierefreiheit ist damit kein „Nice-to-have“ mehr. Sie ist eine rechtliche Verpflichtung und ein strategischer Erfolgsfaktor zugleich.

Und ja, Non-Compliance bedeutet nicht nur juristisches Risiko, sondern auch Reputationsschaden in einer Zeit, in der Marken zunehmend an ihren Werten gemessen werden.

SEO, Performance & Conversion: Warum Accessibility dein Wachstum beschleunigt


Wenn du Performance-getrieben arbeitest, wird es jetzt besonders spannend.

Viele Maßnahmen zur digitalen Barrierefreiheit decken sich direkt mit Best Practices aus dem Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Conversion-Optimierung.

Dazu gehören:

  • korrekte Heading-Strukturen (H1–H6)
  • semantisch sauberes HTML
  • Alt-Texte für Bilder
  • aussagekräftige Linktexte
  • logische Navigationsstrukturen
  • schnelle Ladezeiten
  • mobile Optimierung

Suchmaschinen-Crawler funktionieren in vielerlei Hinsicht ähnlich wie Screenreader: Sie analysieren Struktur, Semantik und Klarheit.

Eine Studie von Semrush (2025), die über 800 Websites analysiert hat, zeigt eine klare Korrelation: Websites mit weniger Accessibility-Problemen erzielen signifikant bessere SEO-Performance-Werte, höhere Sichtbarkeit und mehr organischen Traffic. 

Barrierefreie Websites sind technisch sauberer. Technisch saubere Websites ranken besser. Besseres Ranking bedeutet mehr Reichweite. Mehr Reichweite bedeutet mehr Umsatzpotenzial. 

Und es hört nicht bei Suchmaschinen auf. Während KI-generierte Antworten zunehmend klassische Suchergebnisse ersetzen - etwa durch Tools wie ChatGPT, Google AI Overviews oder Perplexity - verändern sich die Spielregeln der digitalen Sichtbarkeit grundlegend. Diese Systeme priorisieren Inhalte, die klar strukturiert, semantisch sauber aufgebaut und technisch leicht interpretierbar sind.

Genau das leisten barrierefreie Websites. Saubere Überschriftenhierarchien. Aussagekräftige Alt-Texte.Eine logische Inhaltsstruktur. Verständliche, sprechende Linkbezeichnungen.

Die gleichen Grundlagen, die eine Website für Screenreader zugänglich machen, machen sie auch für Large Language Models lesbar und verwertbar.

Anders gesagt: Wenn du heute auf digitale Barrierefreiheit optimiert, optimierst du gleichzeitig darauf, wie Menschen dich morgen finden.
Accessibility ist damit kein Kostenfaktor.

Es ist ein Wachstumshebel.

Commitment beyond Compliance


Bei Accessiway glauben wir nicht an Mindeststandards. Wir glauben an neue Standards.

Digitale Barrierefreiheit bedeutet nicht, gerade so die WCAG 2.2 AA zu erfüllen, um regulatorisch abgesichert zu sein. Es bedeutet, digitale Erlebnisse zu schaffen, die wirklich funktionieren - für alle Nutzer:innen, auf allen Geräten, in allen Situationen.

Wenn du inklusiv designst, erreichst du:

  • ältere Zielgruppen mit steigender Kaufkraft
  • Menschen mit situativen Einschränkungen
  • internationale Märkte
  • Nutzer:innen mit unterschiedlichen technischen Voraussetzungen
  • und nicht zuletzt: eine deutlich breitere Customer Base

68 % der Nutzer:innen unter 35 Jahren brechen einen digitalen Kaufvorgang am ehesten ab, wenn sie auf eine digitale Barriere stoßen.

Damit wird ein enormer Anteil digitalaffiner Konsument:innen übersehen - genau jene Zielgruppe, die mit Online-Shopping, Apps und digitalen Services aufgewachsen ist und hohe Erwartungen an Usability, Performance und Zugänglichkeit stellt.

(Accessiway, November 2025. 6.000 befragte Konsument:innen in DE, AT, FR, IT und UK.)

Inklusion ist keine Einschränkung deiner Kreativität im Marketing. Sie ist die Erweiterung deiner Reichweite.

Die entscheidende Frage


Wenn es dein Ziel ist, mit Online-Marketing  Menschen zu erreichen, Vertrauen aufzubauen und Conversions zu steigern, kannst du es dir dann leisten, fast ein Fünftel deiner potenziellen Zielgruppe auszuschließen?

Barrierefreiheit ist kein Trend. Kein kurzfristiges Compliance-Projekt. Kein ESG-Add-on.

Sie ist strategische Qualitätssicherung für dein digitales Business.

Lass uns neue Standards setzen. Lass uns digitale Barrierefreiheit zum Performance-Faktor machen. Und lass uns eine digitale Welt gestalten, die wirklich für alle funktioniert.