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Strategische Neuausrichtung der Enterprise-IT

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Agentische Systeme, ethische Souveränität und die Transformation der Co-Intelligenz im Jahr 2026

Das Jahr 2026 markiert in der Retrospektive der digitalen Transformation eine Zäsur, die weit über die bloße technologische Evolution hinausgeht. Während die vorangegangenen Jahre durch eine fast euphorische Explorationsphase generativer Künstlicher Intelligenz geprägt waren, hat sich das aktuelle Marktumfeld zu einer Arena der harten ökonomischen Validierung gewandelt.

Analysten und Branchenexperten sind sich einig, dass 2026 das „Jahr der Entscheidung“ ist: KI-Projekte müssen nun im großen Maßstab einen messbaren Return on Investment (ROI) liefern oder sie werden als gescheiterte Experimente einer vergangenen Hype-Zyklus-Phase eingestuft. In diesem Kontext ist das „Vibes-Zeitalter“, in dem die bloße Demonstration von Möglichkeiten ausreichte, endgültig beendet. Die Enterprise-IT-Welt steht vor der Herausforderung, den Übergang von einfachen, assistierenden Chat-Systemen hin zu komplexen, autonomen agentischen Prozessen zu bewältigen, die tief in die Wertschöpfungsketten integriert sind. Diese Entwicklung erfordert nicht nur technologische Expertise, sondern eine grundlegende Neudefinition von Führung, Ethik und digitaler Souveränität.   

Profile der Transformationsarchitekten: Expertisen und strategische Rollen

Die Bewältigung dieser komplexen Anforderungen erfordert ein multidisziplinäres Spektrum an Führungspersönlichkeiten, deren Hintergründe von der statistischen Datenanalyse über die ethische Forschung bis hin zur operativen KI-Implementierung in europäischen Großorganisationen reichen. Die Analyse der agierenden Personen verdeutlicht, dass die Transformation des Jahres 2026 kein rein technisches Projekt ist, sondern eine kulturelle und strukturelle Neugestaltung der Arbeitswelt.

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Die Architekten der Entscheidung: Strategien und Impulse des CIO Kongress goes WEST 2026

Um den oben skizzierten Übergang von der Experimentierphase zur harten ökonomischen Realität zu meistern, braucht es Köpfe, die Technologie nicht als Selbstzweck, sondern als Hebel für strukturelle Resilienz verstehen. Der CIO Kongress West 2026 im Montafon wird von 11.-12. März zur Bühne für genau jene Digital Executives, die das „Jahr der Entscheidung“ aktiv gestalten.

Tag 1: AI Excellence – Mensch & Maschine im „INTEAM“-Check

Der Auftakt des Kongresses bricht mit der Vorstellung, KI sei lediglich ein Effizienz-Tool. Unter dem Leitmotiv „AI & Human INTEAM“ wird die Frage adressiert, wie Unternehmen die Kluft zwischen technologischer Machbarkeit und menschlicher Akzeptanz überbrücken. Es geht um die Gestaltung einer Arbeitswelt, in der KI-Agenten nicht mehr nur zuarbeiten, sondern als autonome Partner in die Wertschöpfungskette integriert werden.

Im hochkarätigen DACH Panel Talk diskutieren Expert:innen der digitalen Transformation (u.a. Florian Tursky, Blobal GovTech Center Berlin und Andreas Huber, Doppelmayr Seilbahnen, Andreas Biedermann, Bundesamt für Strassen ASTRA und Sabrina Schneider) mit Moderatorin Lisa Höllbacher unter anderem auch, wo Automatisierung echten Mehrwert stiftet und wo die versteckten Kosten der Transformation lauern. Die Diskussion beleuchtet den kritischen Shift von einfachen „Assistants“ zu vollautonomen AI Agents und analysiert ungeschönt die Blackbox-Risiken sowie die notwendige Transparenz in der KI-Entscheidungsfindung.

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Die Keynote-Highlights: Provokation und Praxis

  • Gerhard Kürner, Vice Chairman AI Upper Austria setzt einen Weckruf ab: Als einer der profiliertesten Köpfe der Szene liefert er das essenzielle KI-Update. Er analysiert die aktuellsten Entwicklungen der letzten Monate und zeigt radikal auf, warum die Welt, wie wir sie bisher kannten, gerade aufhört zu existieren. Sein Fokus: Wie wir von der Datenverwaltung zur echten KI-Wertschöpfung gelangen
  • Marlen Schenk ist AI-Lead der S-Communication Services und bringt die nötige Enterprise-Power auf die Bühne. Als Director AI verantwortet sie die KI-Transformation für den zentralen Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe – ein Projekt-Umfang, der Millionen von Kunden und hochkomplexe regulatorische Anforderungen umfasst. Sie zeigt ungeschönt, wie der Roll-out von Agenten in einem derart gewaltigen Ökosystem wirklich funktioniert.
  • AI-„Freak“ Jürgen Bogner blickt hinter die glatte Fassade der KI. Bogner präsentiert die Skurrilitäten und Abgründe der aktuellen Entwicklung und führt uns zur „Death Internet Theorie“. Sein Vortrag ist eine Warnung und Inspiration zugleich: Was passiert mit unserer Kommunikation, wenn das Internet mit KI-generiertem Müll geflutet wird? Was macht die KI, wenn sie sich selber optimiert? Können wir das in Zukunft noch kontrollieren?
  • Anitra Eggler: Setzt den Schlusspunkt als kritische Tech-Enthusiastin. Pointiert und unzensiert stellt sie die Machtfrage zwischen Mensch und Maschine und fordert eine neue digitale Hygiene, die den Menschen zurück ins Zentrum rückt.

Tag 2: Leadership, Souveränität & der Blick über den Horizont

Während der erste Tag das „Wie“ der technologischen Möglichkeiten beleuchtete, widmet sich der zweite Tag dem „Warum“ und der strategischen Widerstandsfähigkeit. In einer Ära der totalen Vernetzung ist Digitale Souveränität kein optionales Luxusgut mehr, sondern die Lebensversicherung für europäische Unternehmen. Es geht darum, Abhängigkeiten von globalen Monopolen aktiv zu managen, um die eigene Innovationsgeschwindigkeit nicht fremdbestimmen zu lassen – ein Thema, das Experten wie Michael Hillebrand anhand realer Großprojekte wie der LibreOffice-Einführung im Bundesheer radikal neu interpretieren.

Doch Technologie allein ist ein stumpfes Schwert, wenn sie auf veraltete Strukturen trifft. Echter Change gelingt 2026 nur dort, wo die IT-Leitung den Kulturwechsel moderiert. Wie Marcus Frantz (Zumtobel Group) eindrucksvoll zeigt, ist Digitalisierung heute primär eine kulturelle Reise: Wer die Menschen nicht mitnimmt, wird an der Komplexität der Systeme scheitern. Leadership bedeutet hier, den Mut zu besitzen, Roadmaps durch Vertrauen und Agilität zu ersetzen.

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Die Hardware der Intelligenz: Robotik & New Space

  • Simon Schmidt  von Stuttgarter Fraunhofer IPA Institut bringt die KI in die physische Welt. Mit dem G1 Roboter demonstriert Schmidt, dass die Zukunft der IT nicht am Bildschirm endet. Für CIOs bedeutet das: Robotik wird Teil der Enterprise-Architektur. Er analysiert Use Cases jenseits des Hypes und zeigt, wie automatisierte Intralogistik und Montage die industrielle Basis im Bodenseeraum sichern könnten – in Zukunft. Er zeigt nämlich auch, was aktuell wirklich schon möglich ist, welche Sicherheitsbedenken man berücksichtigen muss und - wie sich die Möglichkeiten in den nächsten Jahren entwickeln.
  • Matthias Spott (NewSpace Pionier): Er erweitert den Horizont in den Orbit. New Space ist die neue Infrastruktur-Ebene für globale Konnektivität und Ausfallsicherheit – wer den Weltraum versteht, sichert die Resilienz seines Unternehmens auf der Erde. New Space ist kein Science-Fiction-Szenario mehr, sondern die neue Infrastruktur-Ebene für globale Konnektivität, Echtzeit-Daten und Ausfallsicherheit. Wer wie Matthias Spott die Wirtschaft im Orbit versteht, sichert seinem Unternehmen die Resilienz, die auf der Erde allein nicht mehr garantiert werden kann.

Das Fazit: Ein „Must“ für die Bodenseeregion

Der CIO Kongress West 2026 ist das Pflichtevent für alle Digital Executives im Vierländereck. Hier werden keine Buzzwords repliziert, sondern die harten Leitplanken für das „Jahr der Entscheidung“ gesetzt. Wer 2026 digitale Führungsstärke beweisen will, muss die Balance zwischen agentischer Autonomie und ethischer Souveränität meistern. Dieser Kongress liefert das notwendige Rüstzeug dafür.

Der Appell an die Region: Für Digital Executives aus dem Bodenseeraum, die den Anspruch haben, nicht nur zu verwalten, sondern echte digitale Führungsstärke zu zeigen, ist diese Zusammenkunft ein absolutes Muss. Hier werden die Weichen gestellt, wer 2026 zu den Gewinnern der agentischen Transformation gehört.