Was passiert, wenn jede Organisations-Einheit dieselbe Strategie liest – aber etwas anderes versteht?
Genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung in großen und dezentralen Organisationen:
Strategische Klarheit muss so formuliert sein, dass sie verbindend wirkt – nicht nivellierend.
Ein gemeinsames Zielbild darf Vielfalt nicht unterdrücken, sondern muss sie orchestrieren.
Visual Storytelling kann hier gute Dienste leisten. So werden die Leitplanken visuell definiert und trotzdem bleibt genug Interpretationsspielraum für individuelle Ausprägungen.

Beispiel aus der Praxis: Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark
Die Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark – bestehend aus eigenständigen Regionalbanken und der Landesbank als Spitzeninstitut – stand genau vor dieser Aufgabe:
Ein gemeinsames Vertriebszielbild sollte entwickelt werden, das
- über alle Ebenen hinweg verständlich ist
- Orientierung für strategische Konzepte gibt
- motivierend wirkt
- und ein möglichst homogenes Vorgehen ermöglicht – trotz regionaler Vielfalt
Der gewählte Weg: Visual Storytelling – nicht als Illustration, sondern als strategisches Führungsinstrument.
Unter meiner Prozessbegleitung wurde ein mehrstufiger Visual-Storytelling-Ansatz umgesetzt – bewusst dialogorientiert, iterativ und mit Perspektivenwechsel.
Stufe 1 – Strategisches Basisbild
Eine Taskforce aus dem Vertriebsmanagement erarbeitete Kernbotschaften, strategische Leitplanken und eine erste Bildsprache.
Das entstandene Basisbild strukturierte die Strategie – war jedoch noch stark von bestehenden Denkmustern geprägt.
Stufe 2 – Re-Think mit neuer Zielgruppe
In einem bewussten Perspektivenwechsel wurde das Bild gemeinsam mit jungen, dynamischen Mitarbeitenden weiterentwickelt.
Bestehende Annahmen wurden hinterfragt, Sprache geschärft und das Zielbild modernisiert.

Das Ergebnis:
Ein kraftvolles Big Picture, das nicht nur die Vertriebsstrategie abbildet – sondern Haltung, Dynamik und Zukunftsorientierung transportiert.
Auf Basis des finalen Big Pictures wurde eine Animation sowie ein Video entwickelt und bei den relevanten Organisationseinheiten ausgerollt.
Die visuelle Kraft des Bildes ermöglicht:
- schnelle Orientierung
- hohe Verständlichkeit
- klare Wiedererkennbarkeit strategischer Kernbotschaften
- und vor allem: ein gemeinsames Mindset
Die Strategie wird dadurch intuitiv erfassbar – und unterstützt die Umsetzung im täglichen Vertriebsalltag.
Projektleiterin Nina Moik: „Ich war begeistert vom hohen Engagement aller Beteiligten. Es wurde deutlich, wie sinnstiftend die gemeinsame Arbeit an einem Zukunftsbild für unseren Vertrieb ist. Der Nutzen für die Organisation ist enorm groß. Wir haben klare Leitplanken und ein gemeinsames Bild davon entwickelt, wie wir Vertrieb künftig leben wollen. Das stärkt das Mindset unserer Mitarbeitenden bereits in einer frühen Phase ihrer Entwicklung und schafft Orientierung für die Zukunft.“
Fazit
Visual Storytelling bringt Orientierung und Klarheit. Und es verbindet Menschen emotional mit dem, was umgesetzt werden soll.
Beim LSZ CIO Kongress West zeige ich gemeinsam mit Andreas Burger von Rolls Royce Power Systems in einer Break Out Session, wie wir Enterprise Architecture Management mittels visual storytelling in die Organisation bringen. Ich freu mich euch dort zu sehen!