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Warum KI-Agenten 2026 zum Prüfstein werden

Award

Kaum ein Satz begegnet CIOs derzeit häufiger als dieser: "Wir haben schon einiges mit KI ausprobiert." Die eigentliche Frage, die 2026 zählt, lautet aber: Wo darf und soll KI eigenständig handeln und wo bleibt der Mensch bewusst am Steuer? Die Diskussion hat sich in den letzten Monaten deutlich weitergedreht. Es reicht IT-Organisationen nicht mehr, dass KI unterstützt, Muster erkennt oder Entscheidungen vorbereitet. Gleichzeitig wächst die Skepsis: Viele Piloten der letzten Jahre haben gezeigt, dass technisch bereits vieles möglich ist, was fachlich noch nicht sauber kontrollierbar ist – Stichworte sind Nachvollziehbarkeit von Agenten-Entscheidungen, Haftungsfragen und die Sorge, Kontrolle über kritische Prozesse abzugeben. Genau in diesem Spannungsfeld zwischen Automatisierungsdruck und Kontrollbedürfnis bewegt sich das Fokusthema des LSZ AI EXCELLENCE AWARD AUSTRIA 2026, der im Rahmen des CIO Kongress vergeben wird: KI-Agenten und autonome Wertschöpfung.

Das Fokusthema 2026: KI-Agenten, die wirklich handeln

Gesucht werden 2026 Projekte, in denen KI-Agenten nicht nur unterstützen, sondern eigenständig komplexe Aufgabenketten übernehmen und dabei neue Standards in der Prozessautomatisierung setzen – ohne dass Verantwortung und Kontrolle dabei auf der Strecke bleiben. "Wir suchen operative Exzellenz durch KI-Agenten. Wie übernehmen diese komplexe Aufgabenketten und schaffen echten, skalierbaren Business Impact?", bringt es Martina Kruber von LSZ auf den Punkt.

Bewertet werden Einreichungen nach fünf Kriterien:

Innovation & Neuartigkeit, Business Impact (ROI, Effizienzsteigerung), Umsetzung & Reifegrad, Skalierbarkeit sowie Verantwortung & Ethik. 2026 kommen zusätzlich der Autonomiegrad der eingesetzten Agenten und die Komplexität der damit gelösten Aufgaben hinzu. Gerade das Kriterium Verantwortung & Ethik gewinnt beim Sprung zu autonomen Agenten noch einmal an Gewicht: Wer Entscheidungsketten an Software abgibt, muss zeigen, dass Transparenz und Fairness dabei nicht auf der Strecke bleiben. Auch das Jahresthema des CIO Kongress 2026, "CO-INTELLIGENCE: Mensch & Technologie", greift diese Spannung explizit auf – es geht nicht um KI statt Mensch, sondern um eine bewusst gestaltete Aufgabenteilung zwischen beiden.

Über die Einreichungen entscheidet auch 2026 eine hochkarätig besetzte Jury – unter anderem mit Jacqueline Berger (Women in AI Austria, RBI), Reinhard Falschlehner (Mediengruppe Wiener Zeitung), Gerhard Kürner (506.ai) und Karin Wegscheider (ÖBB), moderiert von Ruben Hetfleisch (Board AI Austria).

So läuft die Bewerbung

Teilnehmen können Unternehmen und Organisationen mit Sitz in Österreich und mindestens 250 Mitarbeitenden; IT-Dienstleister, Beratungen, Software-Anbieter und B2C-Startups sind als Einreichende ausgeschlossen, können aber über ihre Kundenunternehmen ins Rennen gehen. Wichtig: Es zählen ausschließlich Projekte, die bereits im operativen Einsatz sind – kein Prototyp, kein reines Konzept. Pro Unternehmen kann ein Projekt eingereicht werden.

Die Einreichung ist kostenfrei und läuft über https://lsz.at/award/ai-excellence-austria oder direkt bei Nathalie Leb. Gefragt sind eine Präsentation oder ein Video (maximal fünf Minuten, auf Deutsch oder Englisch) sowie eine maximal zweiseitige Projektbeschreibung. Einreichungsschluss ist der 18. September 2026.

Die Jury wählt die fünf besten Projekte aus, die am 11. Oktober 2026 beim CIO Kongress in Bad Loipersdorf live auf der Main Stage pitchen – drei Minuten Zeit, um Jury und Publikum zu überzeugen, denn das Publikumsvoting fließt in die Entscheidung mit ein. Die Gewinner:innen erhalten neben dem Award attraktive Zusatzpreise, etwa einen Gutschein für die VivaTech in Paris. Alle Finalisten-Projekte werden zusätzlich auf den digitalen LSZ-Kanälen sichtbar gemacht, und der Gewinner oder die Gewinnerin präsentiert das Projekt ein weiteres Mal – beim AI-Challenge Accepted! Summit am 17. November 2026 in Linz.

Der Praxisbeweis: Was die Erstverleihung 2025 bereits zeigte

Wer noch überlegt, ob sich eine Bewerbung lohnt, muss nur auf die Erstverleihung 2025 zurückblicken. Der AI EXCELLENCE AWARD AUSTRIA wurde letztes Jahr im Rahmen des CIO vor über 400 IT-Entscheider:innen erstmals vergeben – und traf sofort einen Nerv: Über 20 Unternehmen reichten ihre Projekte ein, fünf davon schafften es als Finalisten auf die Main Stage. Bewertet wurde damals nach denselben Grundkriterien, die bis heute den Kern des Awards bilden.

Den ersten Platz holte sich Brantner Green Solutions mit dem "KI-Biostörstoffscanner" – einem System, das während der laufenden Biomüllsammlung per Bilderkennung erkennt, welche Störstoffe sich im Abfall befinden. Kompostwerke können ihre Vorbehandlung so gezielt anpassen, und in Regionen mit schlechterer Trennqualität lassen sich datengestützte Aufklärungskampagnen gezielt dort einsetzen, wo sie am meisten bewirken. Das System läuft auf europäischen Cloud-Services und ist bereits in mehreren Ländern produktiv im Einsatz. Gregor Lammer, Managing Director von Brantner Digital Solutions, nahm den Preis für sein Team entgegen; als Zusatzpreis gab es Tickets für den AI Summit in London – ein Paradebeispiel für "Business Impact", eines der zentralen Jury-Kriterien.

Auf Platz zwei landete die Stiegl-Brauerei mit "Deal Genie", einem KI-gestützten Tool für den strategischen Einkauf, das Verhandlungspositionen datenbasiert vorbereitet – statt allein auf Erfahrung und Bauchgefühl einzelner Einkäufer:innen zu setzen. Den dritten Platz sicherte sich das Amt der Kärntner Landesregierung mit dem "Dokument-Assistent", der Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung im Umgang mit umfangreichen Dokumenten unterstützt. Von der Abfallwirtschaft über den B2B-Einkauf bis zur öffentlichen Verwaltung - Praxisreife KI entsteht längst nicht mehr nur in Tech-Konzernen, sondern in den Prozessen ganz unterschiedlicher Branchen – oft dort, wo niemand von außen zuerst hinschaut.

Ihre Bühne vor über 400 Entscheider:innen

Der CIO Kongress 2026 findet von 11. bis 13. Oktober im Congress Loipersdorf statt, mit über 50 Breakout-Sessions und mehr als 85 internationalen Sprecher:innen vor einem Publikum aus CIOs und Digital Executives.

Der Award selbst ist die Bühne, auf der genau jene Unternehmen sichtbar werden, die KI nicht nur diskutieren, sondern produktiv einsetzen – vor einem Fachpublikum, das genau danach sucht: nach Beispielen, an denen sich die eigene KI-Strategie orientieren lässt. Wer 2025 gesehen hat, wie unterschiedlich die Themenfelder der Top 3 waren, ahnt: Auch 2026 wird es wieder Projekte geben, die man auf den ersten Blick nicht erwartet hätte – vielleicht Ihres.

Reichen Sie Ihr Projekt bis 18. September 2026 ein: https://lsz.at/award/ai-excellence-austria oder direkt bei Nathalie Leb.