Resilienz und Skills: Weshalb ganzheitliche Weiterbildung heute unverzichtbar ist
Krisen sind beinahe zum Normalzustand geworden, Organisationen stehen auf allen Ebenen unter Druck. Resilienz rückt als Reaktion auf diese ständige Verunsicherung in den Fokus.
Doch Widerstandsfähigkeit sollte weit mehr sein als die individuelle Fähigkeit, auf Herausforderungen passend zu reagieren und Rückschläge wegzustecken. Vielmehr entwickelt sich Resilienz zur zentralen Führungsaufgabe im Unternehmen – und zwar mit drei Dimensionen: Neben der strategischen Resilienz auf Unternehmensebene und der persönlichen Resilienz kommt es vor allem auf Team-Resilienz an: Das bedeutet das gemeinsame Arbeiten unter Druck und umfasst auch die Fähigkeit, Fehler und Zweifel offen anzusprechen.
Es ist zugegebenermaßen schwer, trotz der täglichen Mühen und Hürden eine solche systemische Führungsaufgabe zu erkennen und umzusetzen – also sozusagen den Kopf zu heben, um sich Orientierung zu verschaffen und die richtigen Schritte in Richtung strategischer Widerstandskraft zu setzen. Doch ohne diesen Überblick ist es nicht möglich, jene Muster zu erkennen, die zu Brüchen in der Organisation führen können, beispielsweise mangelhafte Kommunikation oder fehlende Kompetenzen in bestimmten Bereichen – derzeit vor allem sichtbar in der KI-Transformation.
Stillstand und Verharren im täglichen Rhythmus bedeuten Rückschritt – das klingt nach einer Binsenweisheit, stimmt aber im Bereich der Weiterbildung gerade in herausfordernden Zeiten. Denn zur strategischen Resilienz zählt es auch, den Skill-Level der gesamten Organisation auf ein neues Niveau zu heben. Und das ist nur möglich, wenn Lernen ebenso als strategisches Instrument gesehen wird, nicht als Vielzahl einzelner, wahllos zusammengewürfelter Initiativen, die auf persönlichen Vorlieben und Wünschen beruhen. Die Organisation, deren Teams und die einzelnen Personen profitieren vielmehr von gemeinsamen Zielsetzungen, von gemeinsamen Anstrengungen für die Weiterentwicklung in einem krisenhaften Umfeld.
Zufriedenheit und Performance hängen nicht nur davon ab, ob einzelne Beschäftigte die benötigten Fähigkeiten erlernen können, sondern ob dieses Lernen als Teil einer strategischen Ausrichtung zu den Zielen der Organisation passt. Denn Weiterbildung verpufft, wenn sie nicht im Rahmen einer ganzheitlichen Strategie formuliert und ausgeführt wird.
Diesem spannenden Thema widmen wir ein Panel bei „Future of Work“.
Apropos Zukunft der Arbeit:
Der Umbruch am Arbeitsmarkt, der längst nicht abgeschlossen ist, stößt derzeit auf neue Leistungsansprüche. Aber das ist kein Widerspruch: Konstant starke Leistung wird gefördert, wenn Beschäftigte New-Work-Modelle nutzen können. Auch dazu braucht es aber strategisch optimierte Weiterbildung als Rahmen und Bezugspunkt für ein System, das Freiheit und Rücksicht nicht in den Widerspruch zu Leistung setzt, sondern als Voraussetzung.
Die WU Executive Academy ist im Bereich der Weiterbildung der Partner für alle Herausforderungen des Managements und führt unter anderem Bedarfsanalysen durch. Neben maßgeschneiderten Angeboten steht eine Auswahl von Weiterbildungsprogrammen für jede Karrierestufe zur Auswahl. Ein Beispiel dafür ist das zweitägige Programm „Resilienz als Führungsstärke“ für Führungskräfte aus dem mittleren und dem Top-Management. Hier wird vermittelt, wie unter anderem mit Szenario-Denken und eine, Leadership-Resilience-Compass die Organisation krisenfester macht und wie die Zusammenarbeit in Teams in herausfordernden Zeiten funktioniert. Dabei wird KI sowohl als Disruptionsfaktor als auch als strategisches Werkzeug integriert.